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Gefütterte Gummistiefel halten Kinderfüße in kalten Pfützen trocken und warm. Hier erfährst du, wann sich das Futter lohnt, welche Größe passt und worauf du beim Kauf achten solltest.
Ein gefütterter Gummistiefel ist innen mit Wolle, Fleece, Polyacryl oder Kunstpelz ausgekleidet. Das Futter hält warm, wenn es draußen nass und kalt ist, macht den Stiefel aber auch schwerer zu trocknen. Ob dein Kind ihn braucht, hängt vor allem davon ab, wie kalt es ist und wie lange es draußen spielt.
Kurz gesagt:
- Gefütterte Gummistiefel lohnen sich für nasse Tage bei niedrigen Temperaturen, etwa im Spätherbst und an matschigen Wintertagen.
- An milden Tagen wird es darin schnell zu warm, die Füße schwitzen.
- Rechne zur gemessenen Fußlänge etwa 1 bis 1,5 cm dazu, mit dicken Socken eher am oberen Ende.
- Herausnehmbares Futter trocknet schneller und lässt sich leichter reinigen.
- Eine Alternative ist ein ungefütterter Stiefel mit warmen Stiefelsocken.
| Frage | Kurze Antwort |
|---|---|
| Wann gefüttert? | Bei Nässe und Kälte, wenn das Kind länger draußen ist |
| Wann ungefüttert? | An milden Regentagen und für kurze Wege |
| Größenzugabe | etwa 1 bis 1,5 cm zur Fußlänge |
| Kurzschaft oder Langschaft? | Kurz für Kleinkinder und leichtes Anziehen, lang für tiefe Pfützen |
| Futterarten | Wolle, Fleece, Polyacryl, Kunstpelz |
| Trocknen | Bei Raumtemperatur, nicht auf der Heizung |
Gefütterte Gummistiefel oder nicht: Was braucht dein Kind?
Gefütterte Gummistiefel braucht dein Kind, wenn es bei Kälte lange in Matsch und Pfützen unterwegs ist. Für milde Regentage reicht meist ein ungefütterter Stiefel mit passenden Socken.
Gummi selbst wärmt kaum. Der Stiefel hält Wasser ab, aber die Kälte vom Boden kommt bei einem dünnen Modell schnell durch. Das Futter bildet eine zusätzliche Schicht zwischen Fuß und Außenmaterial. Im Kindergarten, auf dem Spielplatz oder beim Spaziergang im November merkst du den Unterschied oft daran, dass dein Kind länger draußen bleiben will.
Der Nachteil: Gummi und Kunststoff lassen kaum Feuchtigkeit nach außen. Mit Futter wird es an milden Tagen schnell zu warm. Die Füße schwitzen, die Socken werden feucht, und feuchte Füße kühlen später wieder aus. Wenn dein Kind die Stiefel den ganzen Tag in einem warmen Raum trägt, sind sie keine gute Wahl. Dann gehören Hausschuhe in die Kita-Tasche.
Viele Familien fahren mit zwei Lösungen gut: einem ungefütterten Paar für Herbst und Frühling und einem gefütterten Paar für die kalten Monate. Wer nur ein Paar kaufen möchte, kann einen ungefütterten Stiefel nehmen und an kalten Tagen warme Stiefelsocken oder eine Wolleinlage dazugeben. Das ist flexibler, sitzt aber nicht immer so gut wie ein fertig gefütterter Stiefel.
Welche Futterarten gibt es bei Kindergummistiefeln?
Die häufigsten Futterarten sind Wolle, Fleece, Polyacryl und Kunstpelz. Sie unterscheiden sich darin, wie warm sie sind, wie gut sie mit Feuchtigkeit umgehen und wie schnell sie wieder trocken werden.
Wolle wärmt auch dann noch, wenn sie etwas feucht wird. Sie ist bei hochwertigeren Modellen aus Naturkautschuk verbreitet. Fleece ist leicht, weich und trocknet relativ schnell. Polyacryl ist ein synthetisches Futter, das oft in günstigeren Stiefeln steckt und sich ähnlich wie Fleece verhält. Kunstpelz ist besonders flauschig und warm, kann aber länger brauchen, bis er wieder trocken ist.
Wichtiger als das Material ist oft, ob sich das Futter herausnehmen lässt. Ein herausnehmbarer Innenschuh oder eine lose Einlage kannst du abends getrennt trocknen und bei Bedarf waschen. Fest eingenähtes Futter bleibt im Stiefel und braucht mehr Zeit. Auf der anderen Seite verrutscht festes Futter nicht, und kleine Kinder kommen leichter hinein.

Welche Größe brauchen gefütterte Gummistiefel?
Miss die Fußlänge deines Kindes und rechne etwa 1 bis 1,5 cm dazu. Bei gefütterten Stiefeln und dicken Socken nimmst du eher das obere Ende dieser Spanne.
Am besten misst du am Nachmittag, weil Füße im Laufe des Tages etwas länger werden. Dein Kind steht dabei auf einem Blatt Papier, das Gewicht auf beiden Füßen. Markiere Ferse und längsten Zeh und miss beide Füße. Der längere Fuß bestimmt die Größe. Eine Anleitung und eine Umrechnungstabelle findest du in unserer Größentabelle für Kinder-Wanderschuhe.
Einige Hersteller geben in ihren Größentabellen direkt die passende Innenlänge an. Bei Playshoes ist die Zugabe zur Fußlänge zum Beispiel schon eingerechnet. Schau deshalb immer nach, ob eine Tabelle die Fußlänge oder die Innenlänge des Stiefels meint.
Kauf den Stiefel nicht pauschal zwei Nummern größer, damit er länger passt. Ein zu großer Stiefel rutscht an der Ferse, scheuert und lässt das Kind leichter stolpern. Gerade in Gummistiefeln, die keinen Schnürverschluss haben, hält nur die Passform den Fuß. Probier die Stiefel am besten mit den Socken an, die dein Kind später darin tragen soll.
Kurzschaft oder Langschaft: Was ist besser?
Kurze Stiefel sind leichter anzuziehen und eignen sich gut für Kleinkinder. Lange Stiefel schützen besser in tiefen Pfützen und im hohen Gras.
Ein Kurzschaft oder Halbschaft endet etwa auf halber Höhe der Wade. Kinder schlüpfen leichter hinein, und der Stiefel drückt beim Hocken weniger in die Kniekehle. Für Kinder, die gerade laufen lernen oder die sich in der Kita selbst anziehen, ist das praktisch. Eine Einstiegshilfe oder Griffschlaufe am Schaft hilft zusätzlich.
Ein Langschaft reicht bis knapp unter das Knie. Damit kann dein Kind auch in tiefere Pfützen und Bäche steigen, ohne dass Wasser von oben hineinläuft. Achte bei langen Stiefeln auf den Schaftumfang: Ist er zu eng, passt die Matschhose nicht darüber oder die Wade wird eingeengt. Die Matschhose gehört übrigens immer über den Stiefel, nicht hinein. Sonst läuft Regenwasser an der Hose entlang direkt in den Schuh.
Worauf solltest du beim Kauf achten?
Achte auf das Material, die Sohle, ein gutes Futter und darauf, dass dein Kind allein hinein- und wieder herauskommt. Reflektoren sind in der dunklen Jahreszeit ein echter Pluspunkt.
Material: Naturkautschuk ist ein elastisches Naturmaterial und steckt oft in handgefertigten Stiefeln. Günstigere Stiefel bestehen oft aus PVC oder TPE. TPE ist ein thermoplastischer Kunststoff, der vergleichsweise leicht ist. Bei PVC solltest du darauf achten, dass der Hersteller ausdrücklich auf Weichmacher wie Phthalate verzichtet.
Schadstoffe: In Laboruntersuchungen sind in Kindergummistiefeln immer wieder Schadstoffe wie polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) aufgefallen, auch bei bekannten Marken. Ein stark chemischer Geruch beim Auspacken ist ein Warnsignal. Lass dein Kind die Stiefel möglichst mit Socken und langer Hose tragen, damit die Haut nicht direkt mit dem Material in Berührung kommt.
Sohle: Ein grobes Profil gibt auf nassem Laub und Matsch Halt. Für Herbst und Winter ist eine Sohle sinnvoll, die bei Kälte nicht hart wird. Die Sohle sollte sich vorne ein Stück biegen lassen, damit das Abrollen leichtfällt.
Gewicht: Leichte Gummistiefel sind für Kleinkinder angenehmer. Stiefel aus TPE wiegen oft weniger als Modelle aus Naturkautschuk, sind aber meist weniger robust. Ein Paar, das dein Kind nach zehn Minuten ausziehen will, bringt wenig.
Sichtbarkeit: Reflektoren am Schaft helfen, wenn ihr in der Dämmerung unterwegs seid. Im November und Dezember ist es auf dem Weg vom Kindergarten oft schon dunkel.
Unsere Empfehlungen für gefütterte Gummistiefel

Playshoes Gummistiefel Halbschaft gefüttert
Halbhoher Kautschukstiefel mit warmem Futter, gut für Kita und Spielplatz.
- Kautschuk
- Futter aus Polyacryl
- Reflektoren
- Einstiegshilfe

Bisgaard Thermo Gummistiefel mit Wollfutter
Handgefertigter Langschaftstiefel aus Naturkautschuk mit Wollfutter für tiefe Pfützen.
- Naturkautschuk
- Wollfutter
- langer Schaft
- handgefertigt

Playshoes Warmfutter-Gummistiefel
Leichter Halbschaftstiefel aus TPE mit flauschigem Kunstpelzfutter.
- TPE
- Kunstpelzfutter
- leicht
- offener Schlupf
Der Playshoes Gummistiefel Halbschaft gefüttert ist für die meisten Familien die passende Wahl. Er ist halbhoch, hat Reflektoren und eine Einstiegshilfe, sodass Kinder ihn gut allein anziehen. Für tiefe Pfützen und lange Matschtage bietet der Bisgaard Thermo Gummistiefel mit Wollfutter mehr Schaft und ein Wollfutter. Wenn es vor allem leicht sein soll, schau dir den Playshoes Warmfutter-Gummistiefel an.
Die Preise der Modelle ändern sich häufig. Prüf vor dem Kauf auch, welche Größen gerade lieferbar sind.
Wie trocknest du gefütterte Gummistiefel richtig?
Trockne die Stiefel bei Raumtemperatur und nicht direkt auf der Heizung. Nimm herausnehmbares Futter heraus und stopf den Stiefel mit Zeitungspapier aus.
Nach einem nassen Tag sammelt sich im Futter Feuchtigkeit, entweder von außen oder vom Schwitzen. Leg herausnehmbare Innenschuhe getrennt zum Trocknen hin. Bei fest eingenähtem Futter hilft zerknülltes Zeitungspapier, das du nach ein paar Stunden wechselst. Die Stiefel können auch kopfüber auf einem Stiefelständer stehen, damit die Luft zirkulieren kann.
Direkte Hitze von Heizung, Ofen oder Föhn kann Gummi spröde machen und das Futter verfilzen. Sie trocknet zwar schnell, verkürzt aber die Lebensdauer. Weitere Tipps findest du in unserem Ratgeber Wanderschuhe richtig trocknen. Wenn dein Kind die Stiefel jeden Tag braucht, ist ein zweites Paar oder ein Ersatzinnenschuh praktisch.

Wie reinigst und pflegst du Kindergummistiefel?
Groben Schmutz spülst du mit lauwarmem Wasser und einer weichen Bürste ab. Das Futter reinigst du nach den Pflegehinweisen, herausnehmbare Innenschuhe sind oft leichter zu waschen.
Lass Matsch nicht tagelang antrocknen. Schmutz in den Rillen der Sohle lässt sich frisch am leichtesten entfernen. Scharfe Reiniger und Lösungsmittel greifen das Material an. Pflegehinweise zum jeweiligen Material findest du meist auf der Produktseite oder dem Etikett.
Lagere die Stiefel im Sommer trocken, kühl und ohne direkte Sonne. Wenn das Kind herausgewachsen ist und die Stiefel noch gut sind, kannst du sie gut weitergeben. Prüf vorher, ob das Futter noch intakt ist und die Sohle kein Loch hat.
Gefütterte Gummistiefel oder Winterstiefel: Was ist besser im Schnee?
Im Schnee und bei Frost sind Winterstiefel meist die bessere Wahl. Gefütterte Gummistiefel spielen ihre Stärke bei Matsch, Pfützen und nasskaltem Wetter knapp über dem Gefrierpunkt aus.
Winterstiefel haben in der Regel eine dickere, isolierende Sohle, einen Verschluss zum Anpassen und eine Membran, die etwas Feuchtigkeit nach außen lässt. Bei längeren Schneespaziergängen oder beim Rodeln halten sie wärmer. Gefütterte Gummistiefel sind dagegen komplett wasserdicht, solange kein Wasser von oben hineinläuft, und lassen sich nach dem Matschspiel einfach abspülen.
Welcher Stiefel im Winter passt, liest du in unserem Ratgeber Winterstiefel für Kinder. Für Ausflüge in den Schnee findest du Tipps unter Winterwandern mit Kindern. Was wasserdicht bei Kinderschuhen genau bedeutet, erklärt unser Beitrag Wasserdichte Kinderschuhe.
Weitere Ratgeber
Passend dazu: Winterstiefel für Kinder, Größentabelle für Kinder-Wanderschuhe, Wanderschuhe trocknen und Winterwandern mit Kindern.
Häufige Fragen
Bei nasskaltem Wetter um den Gefrierpunkt ja. Bei Frost und Schnee halten Winterstiefel mit dicker Sohle meist wärmer.
Rechne etwa 1 bis 1,5 cm zur gemessenen Fußlänge dazu. Mit dicken Socken nimmst du eher das obere Ende.
Außen reinigst du sie mit lauwarmem Wasser und Bürste. Herausnehmbares Futter lässt sich meist getrennt waschen, beachte dazu die Pflegeangaben des Herstellers.
An milden Tagen und in warmen Räumen ja. Dann ist ein ungefütterter Stiefel mit Socken die bessere Wahl.
Fertig gefütterte Stiefel sitzen oft besser. Ungefütterte Stiefel mit Stiefelsocken sind flexibler, weil du das Futter je nach Wetter weglassen kannst.
Über den Stiefel. Sonst läuft Regenwasser an der Hose entlang direkt in den Schuh.
